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Leseprobe aus dem Buch Worte eines Erwachten

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Innere Gewissheit

Alles, was einen Anfang hat, unterliegt schon
allein aus dem Grund, weil es einen Anfang
hat, dem Gesetz der Vergänglichkeit.
Somit unterliegt auch das menschliche Leben
dem Prozess von Geburt, Altern, Krankheit,
Schmerz und Tod. Es unterliegt dem fortwährenden
Prozess der Wandlung: Entstehen und
Vergehen, Entstehen und Vergehen.
Und so beginnen wir uns zu fragen: Ist
das wirklich alles? Irgendwo muss doch da
etwas Bleibendes sein? Und allein schon
unser Verlangen nach Stabilität, nach Glückseligkeit
und Geborgenheit ist ein ständiger
Hinweis auf das Vorhandensein einer
höheren Wirklichkeit.
Das ist diese innere Gewissheit, dieses uns
mitgegebene innere Wissen um unsere unsterbliche
göttliche Natur.

Transparentwerden

Je mehr der Mensch bereit ist, sich dem
Absoluten hinzugeben, umso mehr wird ihm
die Gnade als das Wirken des göttlichen Seins
zuteilwerden. Und je mehr sie in ihm wirkt,
umso mehr wird er zu immer größerer und
stärkerer Hingabe fähig.
Hingabe an das Ewige ist aber ein sich Öffnen
und Transparentwerden zur Transzendenz.
Es ist ein Loslassen und Leerwerden als ein
Zulassen und somit Erfülltwerden von der
allumfassenden Ganzheit des göttlichen Seins.

Quelle: Zensho W. Kopp, Worte eines Erwachten